1.
Komm Dorinde laß uns eilen Nim der zeiten gut in acht
Angesehen das verweilen Selten grossen nutz gebracht Aber
weißlich fortgesetzt Hat so manches paar ergötzt.
2.
Wir sind in den frühlings-jahren Last uns die
gelegenheit Forn ergreiffen bey den haaren Sehn auff diese
mäyen-zeit Da sich himmel see und land Knüpffen in ein
heyraths-band.
3.
Wenn sich die natur verjünget Liegt in liebe kranck und
wund Alles sich zu nehmen zwinget Thut sie frey den menschen
kund Daß sich er die kleine welt Billich nach der grossen
hält.
4.
Still zu seyn von feld und püschen Von dem leichten heer
der lufft Da sich jedes will vermischen Jedes seines gleichen
rufft Hört man in den wäldern nicht Wie sich baum und baum
bespricht.
5.
An den Bircken an den linden An den Eichen nimmt man
wahr Wie sich äst und äste binden Alles machet
offenbahr Durch das rauschen so es übt Daß es sey wie wir
verliebt.
6.
Lust betrübt die man verscheubet Dieser eyfer dieser
brand Diese jugend so uns treibet Hat nicht ewig den bestand
Zeigt sich wind und vogel leicht Ist geflügelt kommt und
weicht. |